Pressetext | 23.12.2013

Neues Wasserförderrecht für das Wasserwerk Brochterbeck.

Bereits seit 1928 wird am Standort Brochterbeck Grundwasser gefördert und zu Trinkwasser aufbereitet. Das alte Wasserwerk Brochterbeck wurde ursprünglich von der Niedersächsischen Kraftwerke AG - Nike - (heute RWE) gebaut und 1966 vom WTL übernommen. 1984 konnte dann das neue Wasserwerk Brochterbeck in Betrieb genommen werden.

Die bestehende Bewilligung (Genehmigung) zur Förderung von Grundwasser am Standort Brochterbeck ist am 31.12.2012 abgelaufen. Ende des Jahres 2012 hat der WTL einen neuen Antrag bei der Bezirksregierung Münster eingereicht, um auch in den nächsten 30 Jahren Grundwasser bis zu einer Menge von 4,0 Mio. m³ pro Jahr - bis Ende 2016 - bzw. 3,5 Mio. m³ pro Jahr - ab 2017 - fördern zu können. Aufgrund des Antrages hatte die Bezirksregierung Münster dem WTL ebenfalls Ende 2012 eine vorläufige Fördergenehmigung erteilt, die bis zum 31. Dezember 2013 befristet ist, also in wenigen Tagen endet.

Nachdem im Mai und Juni 2013 die Antragsunterlagen bei den Stadtverwaltungen Lengerich und Tecklenburg zur Einsicht für jede Person auslagen, fand am 16. Oktober 2013 im Landgasthof Strothmann, Lengerich der Erörterungstermin statt, auf der die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie die Einwendungen insbesondere der von der Grundwasserförderung betroffenen Grundstückseigentümer verhandelt wurden.

Nach Abwägung aller Sachargumente hat die Bezirksregierung Münster als Genehmigungsbehörde am 16. Dezember 2013, also vor wenigen Tagen, dem WTL per Bewilligungsbescheid endgültig das Recht erteilt, auch in den nächsten 30 Jahren bis zum 31.12.2043 Grundwasser am Standort Brochterbeck zu fördern und nach Aufbereitung als Trinkwasser im Tecklenburger Land zu verteilen.

Die Genehmigung beinhaltet eine stufenweise Reduzierung der jährlichen Entnahmemenge. Bis zum 31.12.2016 können 4,0 Mio. m³ pro Jahr (18.000 m³ pro Tag, 1.000 m³ pro Stunde) gefördert. Mit der Inbetriebnahme des neuen Wasserwerkes Dörenthe ist ab dem 01.01.2017 eine Verringerung der Entnahmemenge auf dann 3,5 Mio. m³ pro Jahr (15.000 m³ pro Tag, 750 m³ pro Stunde) vorgesehen.

Mit der nun vorliegenden Genehmigung wurde dem Antrag des WTL in vollem Umfang stattgegeben.