Pressetext | 19.12.2013

Neuer Grenzwert für Blei im Trinkwasser!

DAm 01. Dezember 2013 trat der neue Grenzwert von 0,010 Milligramm Blei pro Liter Trinkwasser in Kraft. Die Einhaltung des Grenzwertes ist lediglich mit einer bleifreien Trinkwasser-Installation zu gewährleisten. Die Verantwortung dafür trägt der Hausbesitzer. Er ist verpflichtet, seinen Mietern einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

Die Trinkwasserverordnung aus dem Jahre 2001 sieht eine stufenweise Herabsetzung des Bleigrenzwertes im Trinkwasser bis zum 01. Dezember 2013 vor. Damit endet die zehnjährige Übergangsfrist für den Austausch bleihaltiger Leitungen. Davon betroffen sind Gebäude, die vor 1970 gebaut wurden. Anschließend durften keine Bleileitungen mehr eingebaut wurden. Komplett auf Bleileitungen wird seit über hundert Jahren in Süddeutschland verzichtet. Im restlichen Land wurden Bleirohre jedoch teilweise sowohl für Hausanschlussleitungen als auch für die Trinkwasser-Installation in Gebäuden verwendet.

Die kommunalen Unternehmen der Wasserwirtschaft haben seit Jahren umfängliche Investitionen in die Modernisierung ihrer Infrastrukturen getätigt. Im Jahr 2009 wurden rund eine Milliarde Euro in das Rohrnetz investiert. Dazu zählt unter anderem auch der Austausch bleihaltiger Hausanschlussleitungen.

 

Für die Rohre der Trinkwasser-Installation sind die Hauseigentümer verantwortlich. Diese haben dafür Sorge zu tragen, dass die Trinkwasserqualität einwandfrei ist und eventuell vorhandene Bleirohre ausgetauscht werden.

Vermieter und gegebenenfalls Wasserversorger, die ihre Bleirohre nicht bis zum 01. Dezember 2013 vollständig ausgewechselt haben, müssen die betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher ab dem 01.12.2013 hierüber schriftlich oder per Aushang informieren. Dies gilt auch, wenn der Blei-Grenzwert nicht überschritten wird. Diese Information ist insbesondere für bestimmte Risikogruppen wichtig. Für Schwangere und Kleinkinder gilt beispielsweise die Empfehlung, Leitungswasser, das Blei enthält nicht zu trinken.

Hinweis: Im gesamten Rohrleitungsnetz des WTL sind keine Leitungen aus Blei vorhanden.

rAuch vor der Gründung des WTL im Jahre 1959 ist das Material Blei nicht eingebaut worden. Seit den frühen 1960iger Jahren werden die Hausanschlussleitungen, und nur diese Leitungen kleiner Dimension sind andernorts in Blei ausgeführt worden, aus dem Material Polyethylen (PE) hergestellt. Anschlussleitungen älteren Datums wurden i. d. R. aus Stahl, selten aus Graugussmaterial, aber nie in Blei ausgeführt.

Die Versorgungsleitungen im öffentlichen Verkehrsraum wurden zu keiner Zeit, auch nicht bei anderen Versorgungsunternehmen, aus dem Material Blei hergestellt.

Ansprechpartner im Hause des WTL sind:

Frank Meinert | Tel. 0 54 51 900 225 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Karl Wiese | Tel. 0 54 51 - 900 231 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!